Warum jemand sein Leben AMPO gibt.
Dénis Yameogo ist Generaldirektor von AMPO. Er arbeitet seit Juni 2006 hier. Im Film erzählt er, was ihn dorthin geführt hat — und was er sich für die nächsten 20 Jahre wünscht.
Seine Motivation ist persönlich. Im Film sagt er, dass seine ältere Schwester Hebamme war. Er hat sie oft zur Entbindungsstation begleitet, hat zugesehen, wie sie Kranke versorgte, wenn der Chefpfleger nicht da war. Das hat ihn motiviert, selbst in den Gesundheitsbereich zu gehen.
2004 trifft er Katrin Rohde zum ersten Mal — die Gründerin von AMPO, die in Burkina Faso „Mama Tenga" genannt wird.
Ich habe selten eine so starke Frau getroffen.
Wofür AMPO in Ouagadougou steht
Dénis beschreibt im Film, wie die Menschen in Ouagadougou AMPO sehen — als einen Ort, wo Menschen in Not Lösungen für ihre Probleme finden können. Wer einmal Hilfe bekommen hat, gibt einen Satz weiter:
Geh schnell zu AMPO, die machen das gut!
Die Menschen kommen mit Vertrauen — bevor sie überhaupt hier ankommen.
Der Satz, der die Folge trägt
An einer Stelle im Film sagt Katrin Rohde einen Satz, der nicht aus dem Kopf geht. Es ist die Aussage einer Gründerin, die in Burkina Faso eine Struktur aufgebaut hat, die heute ohne sie funktioniert:
Sie brauchen mich nicht mehr. Afrika den Afrikanern. So gehört das hin.
Diese Folge erzählt von einer Übergabe. Von Katrin Rohde, die AMPO 1995 gegründet hat. Hin zu einem Team aus Burkina Faso, das heute selbst entscheidet — gemeinsam, mit kollektiver Verantwortung.
Gemeinsam entscheiden heißt gemeinsam Verantwortung übernehmen.
30 Jahre AMPO — gefeiert in Hamburg
Wir werden Dénis ebenfalls in Hamburg antreffen — bei der AMPO-30-Jahr-Feier, die von dem in Deutschland aktiven Verein AMPO International organisiert wurde. Auf einer Brücke, vor dem Veranstaltungsort, in Gesprächen. Er ist als Zeuge dessen da, was vor Ort in Burkina Faso geschieht.
Im Film fasst er das so:
30 Jahre sind keine 30 Tage — es ist eine Freude für uns. Es ist ein Erfolg, der gefeiert werden muss.
Haus des Lächelns. Schule des Gebens.
Dénis bereitet eine Rede vor. Im Film hält er sie vor dem Team in Ouagadougou. Darin sagt er, was AMPO im Kern ist:
Wir sind hier im Haus des Lächelns und in der Schule des Gebens.
Und er zitiert das Motto von Mama Tenga, das die Werte von AMPO verkörpert:
Seid mutig, ergreift selbst die Initiative, und wir helfen euch dabei.— Mama Tenga / Katrin Rohde · Motto AMPO
Was Dénis sich wünscht
Am Ende des Films spricht Dénis über die Herausforderung der nächsten Jahre. Die Ressourcen werden knapper. Die Nachfrage bei den AMPO-Projekten steigt von Tag zu Tag.
Die laufenden Hilfsangebote zu sichern und die Qualität unserer Unterstützungen zu steigern, das ist mein Traum für die 20 nächsten Jahre.
Was Sie hier sehen
Vier Minuten Selbstbestimmung. Hamburg, Ouagadougou, Dénis im Interview. Hausbesuche, Seifenherstellung, Viehzucht. Und am Ende der Satz, der das Versprechen einer Generation trägt: „Afrika den Afrikanern. So gehört das hin."
