Warum jemand Krankenschwester wird.
Marcelle Marie Agnès Sawadogo ist 45 Jahre alt. Sie arbeitet seit 2010 als Krankenschwester in der Krankenstation von AMPO in Ouagadougou. Im Film erklärt sie selbst, was sie in diesen Beruf gebracht hat.
Seitdem ich ein Kind war, empfinde ich Liebe für kranke Menschen. Wenn ich sehe, dass jemand leidet, versetze ich mich in seine Lage. Deshalb bin ich Krankenschwester geworden: Aus Nächstenliebe.— Marcelle Marie Agnès Sawadogo
Marcelle erzählt im Film, dass sie schon vor ihrer Anstellung ihre eigenen Kinder zur AMPO-Krankenstation gebracht hat. Was sie dort gesehen hat — die soziale Arbeit, die Freude, die den Kranken gegeben wird, wenn sie wieder gesund werden — habe sie motiviert, sich selbst bei AMPO zu bewerben.
Für wen die Krankenstation da ist
Die Krankenstation ist für alle geöffnet. Aber sehr oft kommen, wie Marcelle es im Film sagt, die schwächsten Menschen. Die meisten sind Frauen und Kinder. Vertriebene, schwer mangelernährte Menschen, stationäre Pflegefälle.
Die Krankenstation ist für alle geöffnet. Sehr oft kommen die schwächsten Menschen. Die meisten sind Frauen und Kinder.— Marcelle Sawadogo
AMPO nimmt sie auf, beobachtet, versorgt und begleitet sie bis zur Genesung. Marcelle formuliert es im Film klar:
Ohne die Krankenstation, glaube ich, dass auf jeden Fall viele Menschen schon längst gestorben wären.— Marcelle Sawadogo
Was hier gemacht wird
Im Film werden die Bereiche der Krankenstation gezeigt: Eingriffe und Nachsorge bei Grauem Star. Kleinere Operationen, Zahnmedizin, allgemeine Medizin. Ein Arzt kümmert sich um Herzprobleme, Dermatologie, Augenheilkunde, Gynäkologie. Die stationäre Versorgung bei Malaria, Durchfall, Grippe, Husten und Tuberkulose ist Teil der täglichen Arbeit.
AMPO übernimmt die Kosten für die Sprechstunde, für verschriebene Medikamente und für Eingriffe.
50 Frauen pro Jahr, ein Jahr lang
Viele der Patientinnen und Patienten, die in der AMPO-Krankenstation aufgenommen werden, leben schon lange mit HIV. Früher seien viele aus dem Blick verloren gegangen und später als verstorben gemeldet worden, erzählt Marcelle im Film.
Heute nimmt AMPO jedes Jahr etwa 50 Frauen und ihre Kinder, die mit HIV leben, auf — und begleitet sie ein ganzes Jahr lang. Die Frauen erhalten Lebensmittel und medizinische Begleitung, einschließlich Krankenhausaufenthalten.
Egal wo sie sind, bin ich auch.— Marcelle Sawadogo
Was Sie hier sehen
Vier Minuten Krankenstation. Apotheke, Sprechstunde, Augenheilkunde, Zahnmedizin, Labor. Und der Satz, den Marcelle im Film an den Schluss setzt — über das, was ihr wichtig ist:
Anderen zu helfen, den Lebenswillen zu haben, wie ich.— Marcelle Sawadogo
